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Euro
Model Expo
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Im April 2008
kamen die ersten Infos zu einer neuen Ausstellung in die einschlägigen
Modellbauforen. Von einem "deutschen Tellford" war da die Rede, von
hohem Anspruch, vielen Händlern und ausgesuchten Ausstellern war da zu lesen.
Ort der Veranstaltung sollte die Westmünsterhalle in Heiden werden.
Die Anfahrt bei
schönstem Wetter verlief problemlos. Die olle A1 präsentierte sich mir genauso
wie vor Jahren, als in dieser Gegend beruflich noch viel unterwegs war: Stau.
Dennoch kam ich pünktlich am Vorabend der Veranstaltung zum stressfreien
Aufbau meines Standes an. Ich werde dies nach Möglichkeit auch bei zukünftigen
Ausstellungen so praktizieren, es ist einfach viel entspannter und Stressfreier,
wenn man einen Tag vor anreisen und aufbauen kann.
Der nächste
Morgen überraschte nicht nur mich durch das Regenwetter, welches sich aber
schnell besserte. Nach einem ordentlichen Frühstück fand ich mich dann gegen
08:00in der Westmünsterhalle, welche für Aussteller und Händler schon seit
07:00 geöffnet war. Da meine Modelle ja schon aufgebaut waren, konnte ich in
Ruhe Hände schütteln und die zahlreichen Händler einer ersten
"Inspektion" unterziehen - wobei ich auch gleich Geld los wurde ....
Die Halle war nun dicht belegt mit Aussteller- und Händlerständen. Da die Veranstaltung nur diesen einen Tag dauerte, bedeutete dies das man die Zeit gut nutzen musste. Und ich kam denn auch nie zur Ruhe: viele Gespräche, Stöbern und Suchen bei den Händlern, das Betrachten der tollen Ausstellungsexponate. Kaffee und Imbiss am Imbisstand vor der Halle oder im Eingangsbereich nur nebenbei und auf die Schnelle. Über den Besucherzuspruch konnte man auch nicht klagen. Ich war zwar nicht oft an meinem Stand (ich weis, das ist nicht wirklich in Ordnung), musste aber wenn dann doch ständig Fragen beantworten. Die hohe Zahl der Händler hatte dann für mich doch einige Vorteile - ich konnte mich recht preiswert mit einigen Werkzeugen, Materialien und Zubehör eindecken. Hier fand ich die Zusammenstellung der einzelnen Händler wirklich ganz gut - nicht nur Wände von Bausatzstapeln sondern eben auch genug Händler mit Farben, Werkzeugen und dem ganzen nötigen Zubehör. Ich habe letztlich keinen einzigen Bausatz gekauft, statt dessen nur Pinsel, Farben, Pinzetten, Bohrer und andere kleine, aber wichtige "Sächelchen".
Während der
Ausstellung fanden auch mehrere Workshops - zu deutsch Praxisseminare
- und ein Modellbauwettbewerb statt. Letztere hatte seinen Platz auf
der Bühne der Halle, wo auch genug Tischfläche für die zahlreichen
Wettbewerbsmodelle zur Verfügung stand. Besonders günstig waren hier die
gute Beleuchtung und die wirklich günstige Tischhöhe welche für ein
Betrachten und Beurteilen der Modelle optimal waren.
Der Tag also war voll ausgefüllt - ich und Andere auch hätten da gerne noch einen zweiten Ausstellungstag gehabt. Exponate zum betrachten, Händler zum Stöbern und Gesprächsstoff gab es dafür genug. Bei einem entsprechendem Gespräch mit dem Organisationschef Berthold Tacke aber wurde ich auch gut über die Probleme einer solchen Ausstellung informiert: Solch Halle kostet nicht nur Miete, es fallen auch ordentliche Nebenkosten wie etwa für Versicherungen an. Und diese Kosten sind deftig. Den Ausstellern selber wurde kein Pfennig berechnet, einen Hauptteil der Kosten tragen einfach die Händler. Welche Kosten durch Eintrittspreise letztlich gedeckt werden können, weis der Veranstalter auch erst nach dem letzten Kassensturz - und wie viele Besucher überhaupt kommen ist da noch eine ganz andere Problematik. Solch Ausstellung will also ganz einfach auch erst mal finanziert sein. Und dies eben ist nicht so einfach und nicht so sicher, hier kann den Veranstaltern nur Achtung Respekt gezollt und ein gutes Ergebnis gewünscht werden.
Am Ende des
Ausstellungstages jedenfalls war ich ordentlich geschafft, zufrieden und
strapazierte Füße. Ich habe viele Bekannte getroffen, neue Modellbauer
kennen gelernt und konnte mir so manche Anregung holen. Das 1:1 Verhältnis
von Händlern zu Ausstellern wirkte sich auf mich nicht negativ aus, da das
Niveau der Aussteller selber einfach durchgängig so hoch war, das ich aus
dem Betrachten und Bewundern der Exponate nicht heraus kam. Hier hat sich
das Konzept der Ausstellung als wirklich gut bewiesen. Weniger ist Mehr ! -
Das war hier wirklich deutlich zu sehen - die Tische mit massig einfach
zusammengeklebten Modellen welche auf so manch anderer Ausstellung zum
Grundbild gehören, hat wohl Niemand vermisst.
Mein Dank gilt
dem ganzen Organisationsteam um Bertohld Tacke - es hat Alles gut geklappt
auf dieser wirklich sehenswerten und lohnenswerten Ausstellung. Die lange
Anreise hat sich für mich gelohnt - da bleibt zuletzt die Frage nach einem
Wiedersehen in Heiden.
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